BioH2Evo – Optimierung der Systemeffizienz der Wasserstoffgewinnung aus Biogas
Beschreibung
Grüner Wasserstoff ist ein zentraler Baustein für eine klimaneutrale Energieversorgung. Neben der Wasserelektrolyse gewinnt die Nutzung biogener Reststoffe zunehmend an Bedeutung, um den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft zu beschleunigen und regionale Wertschöpfungsketten zu stärken. Mit dem im Juli 2026 gestarteten Verbundvorhaben „BioH2Evo – Optimierung der Systemeffizienz der Wasserstoffgewinnung aus Biogas“ wird die Effizienz der dezentralen Wasserstoffproduktion aus Biogas gezielt weiterentwickelt. Projektpartner sind die BtX energy GmbH als Koordinator sowie der Lehrstuhl für Anlagen- und Prozesstechnik der Technischen Universität München (TUM).
BioH2Evo knüpft an die erfolgreichen Vorhaben BioH2Ref und BioH2Log an. Während in BioH2Ref erstmals eine Pilotanlage zur direkten Wasserstofferzeugung aus Rohbiogas erfolgreich aufgebaut und betrieben wurde, legte BioH2Log die Grundlage für die dynamische Prozessmodellierung des Gesamtprozesses. Auf dieser Basis verfolgt BioH2Evo das Ziel, die Anlageneffizienz deutlich zu steigern und damit die Wirtschaftlichkeit sowie das Wasserstofferzeugungspotenzial aus biogenen Reststoffen nachhaltig zu verbessern.
Im Mittelpunkt des Projekts stehen die Entwicklung und Erprobung verschiedener Optimierungsmaßnahmen. Dazu zählen unter anderem die teilweise Abtrennung von Kohlenstoffdioxid mittels Membrantechnologie, die verbesserte Rückgewinnung von Prozesswärme sowie die Optimierung der Brennerregelung. Mithilfe stationärer und dynamischer Prozessmodelle werden unterschiedliche Prozessvarianten untersucht, bewertet und anschließend in die bestehende Pilotanlage integriert sowie experimentell validiert. Ziel ist es, die Effizienz der Wasserstoffherstellung aus Rohbiogas signifikant zu erhöhen und die Produktionskosten zu senken.
Projektpartner
Förderung

Das Projekt BioH2Evo (FKZ 03EI5498B), betreut vom Projektträger Jülich (PtJ), wird im Rahmen des 8. Energieforschungsprogramms des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert.